Vom Reisen und deren Merkwürdigkeiten

Reisen kann man auf die verschiedensten Arten. Früher nahm man das Schiff. Später kam die Postkutsche dazu, die es ermöglichte, schnell über Land zu reisen. Das Pferd als ‘Verkehrsmittel’ gibt es schon seit Jahrtausenden. Als dann im 19. Jahrhundert die Züge dazu kamen, wurde man schneller, man konnte weiter reisen, es wurde bequemer. Der Luftraum [...]

Reisen kann man auf die verschiedensten Arten. Früher nahm man das Schiff. Später kam die Postkutsche dazu, die es ermöglichte, schnell über Land zu reisen. Das Pferd als ‘Verkehrsmittel’ gibt es schon seit Jahrtausenden. Als dann im 19. Jahrhundert die Züge dazu kamen, wurde man schneller, man konnte weiter reisen, es wurde bequemer. Der Luftraum wurde als Reiseform erst im letzten Jahrhundert erobert und durch die Flugzeuge ist man heute innerhalb eines Tages auf der anderen Seite des Globus. Fernreisen sind heute eine ganz normale Urlaubsform.

Die Erkenntnis
In den letzten Jahren ist der Reisende doch zu der Erkenntnis gekommen, dass es nicht immer das Ziel ist, was ausschlaggebend ist. Und so haben sich ‘slow-traveller’ entwickelt. Sie setzen sich ein Ziel, nutzen aber bewusst langsamere Fortbewegungsmittel. Zu ihnen gehören die Back-Packers, die so genannten Rucksack-Reisenden. Sie mixen die Formen: weite Strecken mit dem Flugzeug, mittlere mit dem Zug oder Bus, kurze per Anhalter oder sogar zu Fuß. Auch Wanderer gehören zu ihnen, denn sie gehen auf Fernwanderwegen von einer Herberge zur anderen. Sie genießen die Landschaft, wollen abschalten von der Zivilisation. Auch Radwege werden zur langsameren Fortbewegung genutzt. Auf ihnen kann man von einem Land zum anderen fahren, zwischendurch wird gezeltet, in Pensionen übernachtet. Frachtschiffe bieten eine Form des Reisens, die weit ab von Kreuzfahrten einzustufen sind. Sie sind kaum günstiger, aber geben eine ganze neue Reisemöglichkeit.

Die Extremisten
Dann gibt es allerdings noch die extremen Reisenden. Die wollen sich absolut abgrenzen von herkömmlichen Methoden und entwickeln regelrechte Guinness-Rekorde. Da geht einer zu Fuß quer durch Europa, fährt der nächste mit dem Rad bis nach Peking oder umsegelt einer alleine die Welt. Leute durchqueren den Ärmelkanal schwimmend und der nächste bastelt sich eine Seifenkiste und fährt durch die Wüste.

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