Im Winter kann es auch für PKW-Fahrer hilfreich oder sogar notwendig sein Schneeketten auf die Reifen zu ziehen. Dadurch wird bei schneebedeckter oder vereister Fahrbahn und auch auf matschigem Untergrund die Traktion der Räder erhöht. Sie verringern auf der Antriebsachse den Schlupf und vermindern die Gefahr des Durchdrehens der Antriebsräder, auf der Lenkachse montiert erhöhen sie die Spurtreue und minimieren die Gefahr des Driftens.
Unterschiedliche Arten und Anwendungsfälle
Die sogenannten Antriebsketten kommen für den ersten Einsatzfall in Frage. Sie bestehen aus einem Netz von Metallstäben die früher hauptsächlich rechtwinklig zur Lauffläche angeordnet waren. Kantig geformt graben diese sich besser in die Schneedecke oder das Eis ein. Die Spurketten werden auf der Lenkachse montiert und verringern ein seitliches Wegrutschen des Fahrzeuges bei Lenkeinschlag in Kurven. Heutzutage werden diese beiden Typen zumeist kombiniert und sind vorwiegend aus Stahl oder auch nicht so rostanfälligem Edelstahl gefertigt.
Hilfreiche Hinweise
Die Montage der Schneeketten gestaltet sich die Montage unterschiedlich kompliziert, hier sollte sich man über die jeweiligen Modelle erkundigen oder fachlichen Rat zu Hilfe ziehen. Es sind unterschiedliche Modelle für verschiedene Reifentypen und -größen (z.B. Winterreifen 185 70 R14) im Handel erhältlich, für breite Reifen sind sie nur teilweise geeignet, Leichtmetallfelgen können Beschädigungen davontragen.
Zudem darf die dafür zulässige Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h nicht überschritten werden. Bei besseren Witterungsverhältnissen und somit schnee- und eisfreier Fahrbahn sollten sie umgehend demontiert werden. Auch Edelstahlprodukte sollten nach Gebrauch zur Reinigung heiß abgespült werden. Es ist abzuwägen ob die Ketten fest angezogen werden sollten, in diesem Fall tragen die Reifen einen geringeren Schaden davon, locker angelegt wird die Selbstreinigungskraft erhöht.
So kommen Sie sicherer durch den Winter!