Rechtschreibschwäche was tun?

Viele Kinder, die mit Freude und großen Erwartungen dem Wechsel vom Kindergarten in die Grundschule entgegensehen, erleben Monate später schon große Ernüchterung. Trotz ihrem Einsatz und dem Spaß am Lernen kommen sie in Deutsch nicht so mit, wie andere. Und es sind nicht immer die Kinder aus unterprivilegierten Schichten sondern es gibt ein Phänomen, dass [...]

Viele Kinder, die mit Freude und großen Erwartungen dem Wechsel vom Kindergarten in die Grundschule entgegensehen, erleben Monate später schon große Ernüchterung. Trotz ihrem Einsatz und dem Spaß am Lernen kommen sie in Deutsch nicht so mit, wie andere. Und es sind nicht immer die Kinder aus unterprivilegierten Schichten sondern es gibt ein Phänomen, dass sich quer durch alle sozialen Gruppen zeigt. Die Rede ist von der sogenannten Lese- und Rechtschreibschwäche, die selbst Hochbegabte treffen kann. Es ist ein Phänomen. Obwohl die Rechtschreibregeln theoretisch begriffen werden, finden sich trotz fleißigem Üben immer wieder ungewöhnlich viele Fehler in Aufsätzen und Diktaten. Dieses Problem ist erkannt und es gibt Deutschland weit viele privat organisierte Lese- und Rechtschreibschulen. Hier arbeitet man meist mit einem Mini-Lernkreis, in dem Kinder mit ähnlichen Problemen zusammengefasst werden. Diese Arbeit ist ungemein wichtig, denn sonst kommen die Kinder in der Schule „aus der Spur“. Obwohl normal intelligent, merken sie doch, dass es beim Lesen und Schreiben hapert. Sie tun was sie können, aber es wird nicht viel besser und die Lehrer können solche Probleme im normalen Unterrichts-Verlauf nicht auffangen. Im Mini-Lernkreis können sie ganz gezielt mit wissenschaftlichen Methoden wieder an das Level der Mitschüler herangeführt werden. Dies ist sehr wichtig, denn viele Kinder fühlen sich ausgeschlossen und minderwertig. Das kann langfristig auch zu einem Versagen in den anderen Fächern führen, weil man sich kaum noch etwas zutraut. Am Ende steht womöglich noch der Spott der Mitschüler und dann wird es ganz schlimm. Also schimpfen und pauken hilft hier nicht wirklich, die Eltern sollten ihr Kind auf eine Lese-Rechtschreibschwäche testen lassen und dann dem Kind die Chance geben, in der Lese-Rechtschreibschule wieder den Anschluss an die Klassenkameraden zu finden. Und da genügen ein bis zwei Einheiten pro Woche völlig.

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