Gegen Schmerzen hilft Reizstrom

Wer schon einmal Verspannungen hatte oder Schmerzen, der hat vielleicht auch schon beim Arzt eine Reizstrombehandlung bekommen. Reizstrom ist harmlos und schädigt den Körper nicht. Mit Hilfe von Reizstrom können die einzelnen Nervenfasern, die die Schmerz-Signale an das Hirn weiterleiten, so stimuliert werden, dass Schmerzen reduziert werden oder völlig verschwinden. Viele Sportler nutzen eine andere [...]

Wer schon einmal Verspannungen hatte oder Schmerzen, der hat vielleicht auch schon beim Arzt eine Reizstrombehandlung bekommen. Reizstrom ist harmlos und schädigt den Körper nicht. Mit Hilfe von Reizstrom können die einzelnen Nervenfasern, die die Schmerz-Signale an das Hirn weiterleiten, so stimuliert werden, dass Schmerzen reduziert werden oder völlig verschwinden. Viele Sportler nutzen eine andere Art von Reizstrom-Stimulation nach oder während des Training. Dabei werden zusätzlich noch die Muskelfasern trainiert, die man beim Sport nicht so richtig trainieren kann. Bei der Schmerzbehandlung mit Reizstrom wird dagegen ein  Tensgerät verwendet. Dieses kann bei einem Fachhändler im Sanitätshaus oder im Internet erworben und zu Hause genutzt werden. Die bei manchen Patienten vorhandene Angst vor Reizstrom ist unbegründet.  Hierbei handelt es sich um Mikroströme, deren Wirkung eher als angenehm und entspannend wahrgenommen wird. Man befestigt zwei oder mehr Elektroden auf der Haut, anschließend wird das Gerät aktiviert. Jeder Mensch hat dabei seine eigene Schmerzschwelle. Das bedeutet, es gibt Menschen, die einen etwas stärkeren Reiz benötigen als andere. Das Tensgerät lässt sich daher individuell regeln. Man wird bei der Behandlung bemerken, dass es wohltuend kribbelt.  Bei den bis jetzt einzig bekannten Nebenwirkungen von Reizstrom-Behandlungen handelt es sich um Haut-Irritationen, die nach Absetzten von TENS oder EMS in kürzester Zeit wieder verschwinden. Zumeist treten diese nach einer zu hoch gewählten Reizstrom-Stärke auf.
Mehr ist in diesem Zusammenhang nicht immer besser.
Das bekannteste Beispiel für ein Reizstrom-Gerät ist der wahrscheinlich der Herzschrittmacher. Hier wird die Herzmuskulatur mittels Reizstrom-Impulse dazu angeregt zu kontrahieren.
Schon lange bevor moderne TENS-Geräte zum Einsatz gekommen sind, wussten die Menschen, dass man mit Reizstrom Schmerzen behandeln kann. Damals verwendete man als Helfer zum Beispiel im Amazonasgebiet Zitteraale, die in der Lage sind Stromstöße zu erzeugen. In unseren Breitengraden verwendete man dagegen Fische wie Nilhechte oder Zitterwelse, die in Afrika beheimatet sind und die man schon vor Tausenden von Jahren als Helfer gegen Schmerzen nutzte.

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